Stadt- und Freiraumentwicklung
Zukunftsorientierte Mobilität und Innenstadtentwicklung für Rottweil
Das Stadtentwicklungskonzept und der Verkehrsentwicklungsplan zielen darauf ab, Rottweils Innenstadt als Verbindung von historischem Erbe und moderner Mobilität zu gestalten. Durch die ganzheitliche Betrachtung von Verkehr, Aufenthaltsqualität und Stadtgestaltung entsteht eine zukunftsorientierte, nachhaltige und lebendige Innenstadt, die den Bedürfnissen aller Nutzer gerecht wird.
Quartiersentwicklung
Quartiersentwicklung in der Historischen Innenstadt
In den Vierteln der Historischen Innenstadt wurden in einem umfangreichen Bürgerprozess verschiedene Umsetzungswünsche diskutiert. Ein zentraler Wunsch war die Reduzierung des Verkehrs in den Gassen zugunsten von Aufenthaltsräumen. Dies wurde durch Einbahnstraßenregelungen und die Entfernung von Längsparkplätzen ermöglicht, wodurch Platz für temporäres Grün, Gastronomie und mehr Aufenthaltsqualität entstand. Aufgrund der breiten Akzeptanz wurde dieses Konzept auch auf den Friedrichsplatz übertragen.
Während im Heiligkreuzort umfassende Sanierungen im Rahmen der Städtebauförderung erfolgen, münden die temporären Maßnahmen in den übrigen Quartieren in dauerhaft umgesetzte, kleinere Verbesserungen in Verkehrsführung und Begrünung. Besonderes Augenmerk liegt auf Bewegungsfreiheit und Sicherheit für Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer sowie schutzbedürftige Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Personen mit Behinderungen.

Wettbewerb Friedrichsplatz
Wettbewerb Friedrichsplatz: Ein urbanes Konzept für Klimaanpassung und Multifunktionalität
Im Rahmen des Wettbewerbs zur Gestaltung des Friedrichsplatzes liegt der Fokus auf einer multifunktionalen Platzgestaltung, die auch Aspekte der urbanen Klimaanpassung integriert. Ziel ist es, innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die Synergien zwischen Gestaltung, Nutzbarkeit und Klimaschutz schaffen.
Wettbewerb und Umgestaltung Friedrichsplatz
Die Stadt Rottweil wird im Jahre 2028 die baden-württembergische Landesgartenschau austragen. In diesem Zusammenhang wurde ein Konzept für die Innenstadt entwickelt, welches die Verlagerung des Zentralen Umsteigepunktes (ZUP) für Stadtbusse vom Friedrichsplatz zum Nägelesgraben/ Kriegsdamm vorsieht. Damit einhergehend kann die Neugestaltung des Friedrichsplatzes, eine bisher als Straßenfläche genutzte, zentrale Platzfläche inmitten der Historischen Innenstadt, mit einem vorgesehenen Baubeginn ab Februar 2027 geplant werden.
Diese Neugestaltung ist Aufgabe eines freiraumgestalterischen Wettbewerbes, der im August 2025 entschieden wurde. Ziel ist es den Bürgern wieder ihren Stadtplatz zurückzugeben. Dazu ist es notwendig Verkehrsflächen auf zwei Fahrbahnen zu reduzieren, und funktionale, nachhaltige und städtebaulich integrierte Lösungen zu entwickeln, die die Aufenthaltsqualität und Sicherheit verbessern, so dass ein harmonischer und zukunftsfähiger Stadtraum bis Ende 2027 hergestellt werden kann.
Wettbewerbsergebnisse
- Preis: Greenbox, Köln
- Preis: Jedamzik + Partner, Stuttgart
Anerkennungen: faktorgrün, Rottweil & Glück, Stuttgart
Preisgericht über den 1. Preis
„Der Vorschlag von dem Büro Greenbox überzeugt durch seine Zurückhaltung und schlichte Gestaltung. Zusammen mit dem Blick auch für das „Große und Ganze“ im Hinblick auf die bestehenden oder auch zukünftigen Anbindungen und Verknüpfungen ergibt sich ein angenehmes, stimmiges und funktionierendes Gesamtbild. Charakter und Duktus bezüglich der Materialität werden aus der Haupt- und Hochbrücktorstraße konsequent übernommen, am Friedrichsplatz jedoch auch geschickt variiert. Im Kernbereich gelingt eine überzeugende Gestaltung durch ein geschicktes Profil mit angemessen breiten Gehbereichen, einer funktionstüchtigen Fahrbahn im gleichen Material, jedoch in kleineren Formaten und durchüberlegten Entwässerungen als gestalterisch zurückhaltende seitliche Begrenzung, insbesondere aber auch durch die vorgeschlagenen „Logen“, einer Art Multifunktionsstreifen, der den verschiedensten Belangen gerecht wird und auch in Zukunft noch Variabilität bietet.“
Zeitplan des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs
- Februar 2025: Preisrichtervorbesprechung
- April 2025: Versand der Auslobungsunterlagen
- Ende Juli 2025: Preisgericht
- September 2025: Beschluss durch den Gemeinderat
- November 2025: Beauftragung des Planungsbüros
- 2026: Planungsphase
- Anfang 2027: Baubeginn
