Sanierung der historischen Schindelbrücke startet
Neue Brücke „In der Au“ kurz vor der Fertigstellung / Straße und historische Brücke ab Montag, 11. Mai, für den Verkehr gesperrt
Die neue Neckarbrücke „In der Au“ neben der historischen Schindelbrücke steht nach gut einem Jahr Bauzeit kurz vor der Fertigstellung. Als nächstes starten die Sanierung der benachbarten Schindelbrücke und Straßenbauarbeiten. Ab Montag, 11. Mai, sind deshalb die Durchfahrt der Schindelbrücke sowie Teile der Straße „In der Au“ gesperrt. Parallel wird die neue Brücke fertiggestellt. Straße und neue Brücke werden voraussichtlich in sechs Wochen für den Verkehr freigegeben. Die Schindelbrücke bleibt dagegen zur Sanierung gesperrt und wird dann als Teil der Landesgartenschau eingeweiht.
Lediglich Radfahrer und Fußgänger werden die historische Schindelbrücke „In der Au“ künftig noch passieren dürfen. Der motorisierte Verkehr rollt dann über die neue Neckarbrücke, die kurz vor der Fertigstellung steht. In den nächsten Wochen werden die Geländer montiert und der Fahrbahnbelag aufgebracht. Außerdem wird die Straße vor und nach der Brücke erneuert und an das Niveau der Brücke angeglichen. Der Neubau war notwendig geworden, da die historische Schindelbrücke mit ihrer geringen Durchfahrtshöhe und Breite sowie der geringen Traglast den heutigen Verkehrsanforderungen nicht mehr gewachsen ist.
Sechs Wochen lang wird die Straße „In der Au“ aufgrund der Straßensanierungsarbeiten ab Montag, 11. Mai. für den kompletten Verkehr gesperrt. Eine Anfahrt der Anlieger hinter der Brücke ist über die Tafelgasse möglich. Die Landesgartenschau GmbH hat die Anwohnerinnen und Anwohner bereits auf direktem Weg informiert.
Parallel dazu beginnen auch die Arbeiten an der Schindelbrücke. Die geplanten Baukosten liegen bei 996.000 Euro. Die Maßnahme wird durch die Städtebauförderung „Sanierungsgebiet In der Au“ mit 60 Prozent der Baukosten bezuschusst.
Historischer Rückblick: bereits 1384 gab es hier eine Brücke
Eine Brücke über den Neckar wird erstmals in Zusammenhang mit dem Stadttor der Au-Vorstadt im Jahr 1384 urkundlich erwähnt. Auf der Pürschgerichtskarte von 1564 ist sie als unbedachte Holzbrücke zu sehen. Im Jahr 1643 soll die Brücke zerstört, aber offenbar wieder neu aufgebaut worden sein. Der Vorgängerbau der heutigen Brücke fiel im Jahr 1803 Herbststürmen zum Opfer. 1804 wurde die Schindelbrücke in ihrer heutigen Form neu gebaut, in den 1960er Jahren wurde eine Asphaltfahrbahn eingebaut, die den bis dahin hölzernen Boden ersetzte. 1986 erhielt die Brücke eine neue Verschalung und ein neues Dach mit handgehauenen Schindeln. Die historische Schindelbrücke ist als Baudenkmal geschützt.