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Landesgartenschau 2028

Ein großes Sommerfest für alle und neue Infrastruktur für die Zukunft

Landesgartenschauen bewirken einen langfristigen und nachhaltigen Mehrwert für die Ökologie, Ökonomie, Kultur und das soziale Leben einer Stadt. Die für eine Stadtentwicklung bedeutenden Flächen werden für eine Dauernutzung aufgewertet und gestaltet. Die Vorfreude wächst: In Rottweil laufen bereits an vielen Stellen die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2028. Diese ist jedoch weit mehr als ein großes Sommerfest von Rottweilerinnen und Rottweilern für Einheimische und Gäste. Sie steht für nachhaltige Stadtentwicklung, neue Lebensqualität und dauerhafte Verbesserungen der Infrastruktur, von denen die Bürgerinnen und Bürger auch weit über das Veranstaltungsjahr hinaus profitieren werden.

Eine Stadt rückt zusammen: Neue Wege und Verbindungen

Rottweil hat viele schöne, aber bislang oft voneinander getrennte Ecken: den oberen und unteren Stadtgraben, die Neckarauen, den Flusslauf des Neckars bis zur Primmündung. Mit der Landesgartenschau 2028 werden diese grünen Inseln miteinander verbunden – zu einem zusammenhängenden, innenstadtnahen Naherholungsgebiet mit nachhaltigem Charakter.

Neue Wege und Brücken – barrierefrei oder barrierearm – sorgen dafür, dass die Innenstadt künftig besser mit dem revitalisierten Neckar und dem Gewerbepark Neckartal verbunden ist. So eröffnen sich ganz neue Perspektiven auf die historische Stadt. Spaziergänge und Ausflüge mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl werden dort möglich, wo vorher topographische Grenzen waren. Besonders die barrierefreie Erreichbarkeit vieler Areale stellt einen wichtigen Fortschritt dar.

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Geschichte

Landesgartenschauen haben in Baden-Württemberg eine lange Tradition – seit über 40 Jahren begeistern sie mit innovativen Konzepten, großem Bürgerengagement und hohen Besucherzahlen. Auch in Rottweil ist es den Organisatoren wichtig, gemeinsam mit allen Beteiligten herauszuarbeiten, was die Stadt ausmacht – und was sie für die Zukunft stark macht.

Die Gestaltung der Gartenschau ist daher kein Projekt von oben, sondern ein gemeinschaftliches Vorhaben. Bürgerschaftliches Engagement spielt dabei eine zentrale Rolle: Die „gute Stube Rottweils“ soll modern, einladend und zukunftsfähig gestaltet werden – mit Ideen, Wünschen und Initiativen aus der Stadtgesellschaft.

Fördermittel ermöglichen wichtige Investitionen

Die finanzielle Unterstützung des Landes macht es möglich, dass in Rottweil umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden können – auch über das Gartenschaugelände hinaus. Insgesamt sind rund 78 Millionen Euro an Investitionen für die Daueranlagen und die Schaffung von Infrastruktur in der Kernstadt vorgesehen, davon fließen über 30 Millionen Euro durch Förderprogramme in die Stadt.

Ein besonders herausragendes Projekt ist die Renaturierung des Neckars am Schwarzen Felsen. Mit einem Gesamtvolumen von über sieben Millionen Euro wird dort ein naturnaher Flussraum geschaffen – finanziert durch Landesmittel. Ohne die Landesgartenschau wären viele dieser Maßnahmen finanziell nicht machbar gewesen.

Programmvielfalt und Beteiligung: Alle können mitmachen

Das Jahr 2028 soll nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell und gesellschaftlich ein Höhepunkt für Rottweil werden. Im Veranstaltungsjahr ist ein abwechslungsreiches Programm geplant, bei dem die bunte Vielfalt der Stadt sichtbar wird. Dabei sind alle gefragt: Privatpersonen, Vereine, Schulen, Organisationen, Kirchen – jede Idee ist willkommen.

Wettbewerb Kerngelände

Das Kerngelände der Landesgartenschau befindet sich direkt unter der historischen Innenstadt im Neckartal. Mit Hilfe eines landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs kürte die Stadt durch ein Preisgericht ein Landschaftsarchitekturbüro, das sich seitdem in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung um die Gestaltung des Hauptgeländes kümmert.

Insgesamt 25 Planungsbüros haben ihre Ideen und Konzeptvorschläge eingereicht. Im Preisgericht waren neben Landschaftsarchitekten und Stadtplanern auch zahlreiche Experten zu Fachgebieten wie Gewässer, Artenschutz und Denkmalschutz sowie Bürgervertreter, Vertreter des Landes, des Landratsamtes, der Stadt und des Gemeinderats versammelt. Die Gebietskulisse für den Wettbewerb des LGS-Kerngebietes umfasst den Bereich zwischen dem Viadukt, der Schindelbrücke in der Au und der Prim-Mündung mit dem Neckar sowie die angrenzenden Gleisbereiche und den Stadtgraben bis zum Gänsbrunnengäßle.

Platz 1 bis 3 aus dem Wettbewerb

  1. A24 landschaft aus Berlin
  2. ver.de Landschaftsarchitekten Stadtplaner Kröniger, Rümpelein, Wenk aus Freising
  3. Planorama Landschaftsarchitektur Maik Böhmer aus Berlin

Siegerentwurf von A24 landschaft, Berlin

Die historische Altstadt von Rottweil thront auf einem Felssporn hoch oben über dem Neckar. Diese dramatische Situation ist nahezu einzigartig in Deutschland. Der Neckar vor den Toren der Stadt ist für die Bürger Rottweils seit jeher landschaftlicher Sehnsuchtsort, der jedoch nur auf mühevollen Umwegen zu erreichen ist.

Aus dem Erläuterungsbericht des Siegerentwurfs

Den aktuellen, kommentierten Stand dieser Pläne finden Sie hier.
Alle Wettbewerbsentwürfe zur Ansicht und zum Download finden Sie hier.

Daueranlagen – Was bleibt für Rottweil?

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über alle dauerhaften baulichen Veränderungen im Kerngebiet der Landesgartenschau.

Oberer Stadtgraben

Kaskade

Unterer Stadtgraben

Landesgartenschaubrücke

Ehemaliges ENRW-Gelände

Neckarrenaturierung

Neckaraue & Panoramaweg

Altes Gaswerk

Sie haben Fragen oder Anmerkungen
zur Landesgartenschau?

Die Ansprechpartner zur
Landesgartenschau finden Sie hier:

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