Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf (zweiter von links) mit Projektbeteiligten beim Baustart der neuen BDT-Brücke am künftigen Brückenkopf unterhalb des Unteren Kameralamtsgartens. Das rund 162 Meter lange Bauwerk wird künftig eine direkte Rad- und Fußwegeverbindung über Neckar und Bahnanlagen schaffen. (Foto: Stadt Rottweil/Hermann)

Die Brücke ist Bestandteil des im Zusammenhang mit der Landesgartenschau Rottweil 2028 entstehenden Rad- und Fußwegenetzes. Sie soll eine durchgängige Verbindung zwischen den beiden Seiten des Neckartals schaffen und auch nach der Landesgartenschau dauerhaft für den Alltagsverkehr zur Verfügung stehen.

Als „BDT-Brücke“ trägt das Bauwerk künftig den Namen des Rottweiler Unternehmens BDT Media Automation, das die Landesgartenschau als Platinpartner unterstützt.

„Mit der Brücke schließen wir eine wichtige Lücke im Rottweiler Rad- und Fußwegenetz. Sie ist nicht nur für die Landesgartenschau vorgesehen, sondern schafft dauerhaft eine direkte Verbindung zwischen den beiden Seiten des Neckartals“, sagt Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf.

Bislang gibt es an dieser Stelle keine direkte Verbindung zwischen der östlichen und westlichen Talaue. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende müssen bislang verschiedene Wegeabschnitte, Treppen und Unterführungen nutzen. Die neue Brücke ermöglicht künftig eine durchgängige Querung von Neckar und Bahnanlagen. Das Gefälle ist so ausgelegt, dass die Brücke barrierefrei genutzt werden kann.

Die Verkehrsfläche der Brücke ist zwischen 4,00 und 6,50 Meter breit und umfasst auch Aufenthaltsbereiche. Für den gemeinsamen Rad- und Fußweg steht eine erforderliche Breite von 3,50 Metern zur Verfügung. Das rund 162 Meter lange Bauwerk zwischen den Auflagern wird als Hohlkastenkonstruktion aus Stahl ausgeführt.

„Bei Planung und Ausführung geht es neben der verkehrlichen Funktion auch darum, das Bauwerk möglichst gut in das Neckartal einzufügen und die Anforderungen des Natur- und Denkmalschutzes zu berücksichtigen“, sagt Bürgermeisterin und Geschäftsführerin der Landesgartenschau Rottweil 2028 Ines Gaehn.

Die Widerlager werden mit glatt geschalten Stahlbetonoberflächen ausgeführt und in das Gelände eingebunden. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege werden der Brückenkörper sowie Stützen und Geländerpfosten in Weiß ausgeführt.

Aufgrund der erwarteten Nutzung wird die Brücke beleuchtet. Gleichzeitig bestehen aufgrund der Lage im Neckartal besondere Anforderungen an den Arten- und Naturschutz. Vorgesehen ist deshalb ein Niedriglichtkonzept. Die Lichtpunkte werden in weniger als einem Meter Höhe über dem Wegeniveau im unteren Bereich des Brückengeländers angeordnet.

Mit der Ausführung des Bauwerks wurde die Stuttgarter Firma Rommel beauftragt. Die Planung stammt von der Bietergemeinschaft MSIng Matthaei + Schotte Ingenieurgesellschaft mbH aus Stuttgart und JOHANNES PELLKOFER Architektur aus Mannheim. Die Bauüberwachung übernimmt MSIng. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.